The Start of Something Good – Jennifer Probst

 

Verlag: Montlake (Amazon Publishing)

Format: eBook, 310 Seiten

Preis: € 9,99 (TB), € 1,49 (eBook, Kindle Edition)

Bewertung:  

 

 

Jennifer Probst ist ein Name, den ich schon oft gehört habe, ich habe aber bisher noch kein Buch von ihr gelesen. The Start of Something Good wurde mir von netgalley.de zur Verfügung gestellt, ich möchte mich hiermit herzlich dafür bedanken. Wieder einmal handelt es sich hier um ein englisches Buch, die Autorin ist aber im deutschsprachigen Raum keineswegs unbekannt. Erhältlich sind unter anderem die Playing with fire – Reihe und die Rising Storm – Reihe.

Der ehemalige Special Forces Agent Ethan Bishop kommt als gebrochener Mann zurück in seine Heimatstadt. Seine beiden Schwestern Ophelia und Harper machen sich große Sorgen um den 35-jährigen, der bei seinem letzten Einsatz nicht nur die zu beschützende Person verloren hat, sondern auch fast sein Bein. Ethan quälen Albträume und Schuldgefühle. Zurück in der geliebten Kleinstadt hofft er, dass ein wenig Normalität einkehren wird. Er hilft seinen Schwestern in deren Bed & Breakfast und auf dem Pferdehof. Doch er hat nicht mit Mia Thrush gerechnet. Mia ist 30 Jahre alt und leitet eine kleine PR Agentur in Manhattan. Ihr wichtigster Klient ist Jonathan Lake, der als Bürgermeister für New York kandidiert und dessen Tochter Chloe ein wenig aus der Reihe tanzt. Die 19-jährige hat in ihrem ersten Semester am College das Auto ihres Professors zerstört, weil er sie schlecht benotet hat, und soll nun auf Anordnung des Gerichts auf einem Pferdehof gemeinnützige Arbeit leisten. Jonathan kann Mia dazu überreden, Chloe zu begleiten und die nächsten zwei Monate auf sie aufzupassen, damit sie nicht negativ in die Schlagzeilen kommt und seine Wahl verhindert. Mia hasst die Natur und mit Kindern und Jugendlichen kann sie überhaupt nichts anfangen, dass sie sich auch noch mit einem unfreundlichen, ungehobelten Kerl herumschlagen muss, gibt ihr den Rest. Doch je mehr sich Mia auf ihre Umgebung, die Menschen und Tiere einlässt, umso mehr öffnet sie auch ihr Herz für Chloe und Ethan.

Mia Thrush ist New Yorkerin und Karrierefrau mit Leidenschaft. Ihre PR Agentur hat sie sich ganz alleine aufgebaut und seit kurzem hat sie einen kleinen, aber soliden Kundenstamm. Ihr größter Kunde ist der Bürgermeisterkandidat für New York und Mia vertritt ihn nur, weil sie überzeugt davon ist, dass er ein ehrlicher Mensch ist. Die Vergangenheit hat Mia gelehrt, dass die Medien nicht immer ein positives Werkzeug sind, dass falsche Berichterstattung und Beschuldigungen zu echten Problemen werden können. Mia liebt ihren Job und Mia liebt das Stadtleben. Als sie Chloe in eine Kleinstadt begleiten soll, weigert sie sich erst, gibt Jonathan aber bald nach. Chloe muss Sozialstunden ableisten, weil sie das Auto ihres Professors zerstört hat. Niemand weiß, warum sie das gemacht hat, aber Mia gibt nicht auf. Sie versucht sich mit dem Mädchen anzufreunden und zu erfahren, warum sie sich so verhalten hat. Die beiden kommen sich immer näher und es bildet sich ein unsichtbares Band zwischen den beiden Frauen. Die Beziehung zu Ethan ist anfangs sehr angespannt. Mia hält ihn für arrogant und ungehobelt, lässt sich aber bald vom Gegenteil überzeugen. Entgegen ihrer Überzeugung gelingt es ihr sowohl Chloe als auch Ethan in ihr Herz zu schließen und mit ihnen auch die Bewohner der Kleinstadt und Ethans Schwestern. Sie nimmt ihre Umgebung anders wahr und bemerkt, dass ihre Karriere und New York nicht alles im Leben sind.

Ethan Bishop leidet sehr an seinen Schuldgefühlen. Mit den Schmerzen, die er seit seiner Rückkehr von seinem letzten Einsatz als Special Forces Agent ertragen muss, kann er leben. Das Wissen, dass er ein Menschenleben nicht retten konnte, treibt ihn fast in den Wahnsinn. Er lebt zurückgezogen, ist unleidlich und spricht auch kaum mit seinen Schwestern, die sich fürchterliche Sorgen um ihn machen. Auf dem Pferdehof macht er sich zwar nützlich, als ihn Harper allerdings bittet, sich um das Pferd zu kümmern, dass sie gerettet hat, weigert er sich. Noch einmal jemanden zu enttäuschen und nicht retten zu können, dass würde er nicht verkraften. Dabei ist sich Harper sicher, dass Ethan ein Pferdeflüsterer ist und perfekt für den Job wäre. Ethan merkt immer mehr, wie sehr er sein Zuhause vermisst hat. Einzig und allein die nervenaufreibende Mia kann er anfangs nicht ertragen. Die zickige New Yorkerin geht ihm gehörig auf die Nerven und gleichzeitig löst sie in ihm aber auch den Wunsch aus, sie den ganzen Tag zu küssen. Er kämpft dagegen an, aber schon bald kann er sich nicht mehr zurückhalten. Und als er sich einen Ruck gibt und sich auf sie einlässt, merkt er wie toll er diese ehrgeizige, kluge Frau findet, die sich von ihm nicht einschüchtern lässt. Die beiden beschließen ihre gemeinsame Zeit zu nutzen, bis Mia wieder zurück nach New York muss, doch schon bald merkt Ethan, dass er sich nicht vorstellen kann, wie es ohne sie weitergehen soll.

Jennifer Probst hat mit diesem Roman eine tolle Liebesgeschichte geschrieben. Die Geschichte wurde von mir inhaliert, der Schreibstil ist toll und obwohl es ein wenig Drama gibt, nimmt dieses nicht Überhand. Ich war vom ersten Moment in der Story drin, die Charaktere sind toll und es hat mir sehr gut gefallen, dass sich die Geschichte nicht ausschließlich um Mia und Ethan dreht. Es geht auch um Chloe und Harper und Ophelia und so viele andere Menschen in dieser Kleinstadt. Ich finde Mias Verwandlung von der Großstadttussi zur Kleinstadtblume richtig süß. Sie blüht dort auf und findet echte Freunde und es ist ihr egal, ob diese 19 oder 76 Jahre alt sind. Angangs erwartet man es nicht, aber Mia ist hilfsbereit und äußerst herzlich. Doch diese Eigenschaften kannte sie vorher selbst nicht an sich. Es ist wirklich herrlich dabei zuzusehen, wie sie sich in diese Kleinstadt und ihre Einwohne verliebt. Auch Ethan ändert sich. Die Umstände und die neuen Menschen auf dem Hof lassen ihn über vieles nachdenken, was in der Vergangenheit passiert und falsch gelaufen ist und was er jetzt besser machen kann. Auch er freundet sich mit Chloe an und hilft ihr dabei ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Er ist ein toller Mann, will es aber nicht wahrhaben. Für ihn zählt nur, was er falsch gemacht hat. Bis er sich in Mia verliebt, denn ab dem Zeitpunkt ist sie sein Mittelpunkt.

Fazit

Absolut empfehlenswerte Story für Liebhaber einer guten Liebesgeschichte. Die Location ist ein Bonus, weil Kleinstadtgeflüster immer für lustige Situationen sorgt.

AutorIn

Die US-amerikanische Autorin Jennifer Probst arbeitete nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften zunächst in einem Reisebüro und als Yogalehrerin. Probst lebt heute mit ihrer Familie in New York. Mit ihrem Auftakt zur Erotikrreihe „Playing with Fire“ schaffte sie es gleich auf die Bestsellerliste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*