The Ivy Years – Bevor wir fallen – Sarina Bowen

 

Verlag: LYX.digital

Format: eBook (311 Seiten)

ISBN: 978-3-7363-0473-4

Preis: € 13,30 (A), € 12,90 (D), € 9,99 (eBook)

Bewertung:     

 

An Sarina Bowens The Ivy Years kommt offensichtlich im Moment niemand vorbei. Auch ich habe die Serie haufenweise empfohlen bekommen und mich gleich mal drauf gestürzt. Die Autorin ist neu für mich, ich hab mich also komplett ohne Vorurteile – positiv oder negativ – auf die Geschichte eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Bevor wir fallen ist Teil 1 der Serie und macht Lust auf mehr

Nach einem Hockey-Unfall im letzten Jahr sitzt Corey Callahan die meiste Zeit im Rollstuhl. Sie kann ihren rechten Fuß und das komplette linke Bein nicht mehr spüren. Auch der Kathether, den sie tragen muss, setzt ihr zu. Nichts desto Trotz lässt sie sich nicht davon abhalten dasselbe Elite College zu besuchen, auf dem auch schon ihr Bruder war, und das tausende von Kilometer weit weg von zu Hause. Ihre Eltern, besonders ihre überfürsorgliche Mutter, sind von ihrer Entscheidung nicht gerade begeistert. Doch Corey schlägt sich gut. Ihre neue Mitbewohnerin Dana stört sich an ihrem Handicap nicht, genießt sie dadurch einige Vorteile. Das behindertengerechte Zimmer, dass sich die beiden Mädchen teilen, ist riesig und hat so einigen Komfort zu bieten. Dass sich die beiden von Anfang an super verstehen ist ein zusätzliches Plus. Und auch der heiße Nachbar von Gegenüber ist eine willkommene Ablenkung. Adam Hartley ist der bestaussehendste Junge, den Corey je gesehen hat und auch er hat ein Handicap – wenn auch nur ein temporäres. Er hat sich kürzlich sein Bein an zwei Stellen gebrochen, trägt einen Gips und ist auf Krücken angewiesen. Und obwohl Adam seit Monaten eine feste Freundin hat, die aussieht wie ein Supermodel, ihre Zeit jedoch lieber in Paris verbringt, als bei ihrem verletzten Freund, kommen sich die beiden Hockeyfreaks immer näher. 

Die Eifersucht frisst Corey fast auf. Sie ist sich sicher, dass eine Beziehung und die wahre Liebe für jemanden wie sie, jemanden im Rollstuhl, nicht auf dem Plan steht. Und schon garnicht mit Adam, für den ihre Gefühle immer stärker werden. Als sich die beiden eines Abends näher kommen, Adam am nächsten Tag allerdings wieder in Stacias Arme flüchtet, ist Corey am Boden zerstört und flüchtet in ihr Elternhaus. Nun ist sie sich absolut sicher, dass Adam keinerlei Gefühle für sie hegt. Sie versucht sich von ihm fernzuhalten, was ihr aber nur gelingen kann, wenn sie eine Möglichkeit findet, sich abzulenken. Doch so einfach lässt sich Adam nicht abwimmeln und schon bald verbringen die beiden wieder mehr Zeit miteinander. Wird Adam endlich merken, wie toll Corey ist oder muss sich Corey damit abfinden, dass die beiden einfach nur Freunde sind?

Corey Callahan hatte eine steile Eishockey-Karriere vor sich, bevor sie sich während eines Spiels schwer an der Wirbelsäule verletzt hat. So schwer, dass sie von nun an an einen Rollstuhl gefesselt ist. Doch die willensstarke und mutige junge Frau lässt sich davon nicht abhalten ans College zu gehen und es ohne ihre Eltern zu schaffen. Ihre übervorsichtige Mutter ist davon nicht begeistert, aber da Corey sehr behütet aufgewachsen ist und ihre Eltern sie lieben, wollen sie ihr diesen Wunsch natürlich nicht verweigern. Auf dem Harkness College, wo auch schon ihr Bruder studiert hat, freundet sie sich sofort mit ihrer neuen Mitbewohnerin Daria an. Eine Freundin ist genau das, was Corey absolut notwendig hat. Zu ihrem Vater, der selbst Eishockey-Coach ist, hat sich das Verhältnis nach ihrem Unfall verschlechtert. Früher hatten die beiden ein gemeinsames Thema, konnten stundenlang über Hockey sprechen, doch nun  spricht ihr Vater kaum noch mit ihr und das belastet Corey sehr. Auch ihr Bruder Damien spielt Eishockey, diese Leidenschaft liegt in der Familie, er hingegen hat kein Problem ein Gesprächsthema mit seiner jüngeren Schwester zu finden. Die Physiotherapie frustriert Corey, weil nichts bisher geholfen hat, sie ein wenig beweglicher zu machen. Am College führt sie ihre Behandlungen fort und findet dort eine Physiotherapeutin, die ihr Hoffnung gibt und die ihr mit der Zeit auch wirklich helfen kann. Obwohl Corey normalerweise nicht schüchtern ist, ist sie in Adams Gegenwart ziemlich zurückhaltend und unsicher. Sie ist sich sicher, dass sie niemals wieder für einen Mann attraktiv sein wird. Und schon gar nicht für einen wie Adam, der so eine wunderschöne Freundin wie Stacia hat. Corey verliebt sich sehr schnell in ihren Nachbarn, sie will und kann sich allerdings nicht in seine Beziehung einmischen und hält daher lange den Mund. Sie beschwert sich nie, weder über ihren Gesundheitszustand noch darüber, dass sie Adam nicht haben kann. Die meiste Zeit über ist sie optimistisch und was ich ganz toll finde ist, dass sie nicht aufgibt und sich einen neuen Sport und damit neue Freunde sucht. Sie möchte nicht ausgegrenzt oder anhand ihrer Verletzung beurteilt werden. Inner Tube Water Polo ist ihre neue Leidenschaft und ich habe den Sport gegoogelt und mir so manches Video darüber angesehen, sieht echt spaßig aus. Dort kann sie ihren Ehrgeiz wieder so richtig zeigen und ich glaube dass ist genau das, was sie unbedingt braucht.

Adam Harltley besucht ebenfalls das Harkness College, ist ebenfalls Hockeyspieler und hat sich ebenfalls verletzt. Im Gegensatz zu Corey allerdings nur temporär und er wird voraussichtlich wieder Eishockey spielen können. Er ist ziemlich gutaussehend, scheint das allerdings nicht zu wissen oder nicht wahrhaben zu wollen. Ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass er mir nicht sehr sympathisch ist. Ich fand Adam von Anfang an ziemlich oberflächlich und ich verstehe wirklich nicht, was Corey an ihm findet. Er ist mit Stacia zusammen, weil sie super aussieht, genau die richtigen Kurven an den richtigen Stellen, cremige Haut und schönes Haar hat. Die Tatsache, dass ihre Eltern reich sind, schaden natürlich auch nicht. Er selbst wundert sich Tag für Tag darüber, warum Stacia ihn ausgewählt hat. Ich weiß genau warum, weil Stacia dadurch die Möglichkeit hat, auch mit anderen Männern ins Bett zu gehen. Das reiche, verwöhnte Püppchen reist gerne um die Welt und die beiden haben eine Abmachung: Wenn sie unterwegs ist, dann führen sie eine offene Beziehung, ist sie in Harkness, dann gehört sie ganz Adam. Ich verstehe ihre Beziehung nicht, es gibt eigentlich keine Sympathie zwischen den beiden, im Grunde geht es nur um Oberflächlichkeiten, Ansehen, Geld. Ich verstehe aber auch die Beziehung zwischen Adam und Corey nicht, da sprühen keine Funken, da spürt man keine Verbindung. Das hat mir beim Lesen schon sehr gefehlt. Ich war mir nicht sicher, ob Adam Corey überhaupt mag oder ob er sie nur benutzt. Vielleicht ist ihm selbst nicht klar, dass er sie mag?

Die Geschichte wird aus beiden Sichtweisen erzählt, allerdings mehr aus Coreys und das ist auch gut so. Wenn ich ehrlich bin, dann hätte ich die ganze Liebesgeschichte nicht gebraucht. Eine Story über eine junge, starke Frau, die trotz ihrer Einschränkung so viel erreicht, hätte auch ein gutes Buch gemacht. Wären Corey und Adam nur Freunde geblieben, wäre mir das auch recht gewesen. Geschrieben ist das Buch toll, die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil gefesselt. Mit Corey hat sie eine absolut liebenswerte junge Frau erschaffen, die man sich definitv zum Vorbild nehmen kann. Und weil mir diese Figur so gut gefallen hat, konnte ich das Buch auch nicht weglegen.

Fazit

Eine tolle Geschichte über eine starke Frau mit einer tollen Persönlichkeit, Mut, Ehrgeiz und ganz viel Potential. Adam hat mir die Geschichte ein wenig vermiest, allerdings nur den Teil, in dem es um ihre Romanze geht, den Rest kann ich sehr empfehlen.

AutorIn

Sarina Bowenhat einen Bachelorabschluss in Wirtschaft von der Yale University. Heute ist sie Bestseller-Autorin, veröffentlichte bereits mehr als zwanzig romantische Geschichten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in den Green Mountains in Vermont, wo auch ihre beliebte True-North-Reihe spielt.

 

 

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