Wer war Alice – T.R. Richmond

Wer war Alice

 

Titel: Wer war Alice

Autor: T.R. Richmond

Verlag: Goldmann

Format: Taschenbuch, 445 Seiten, ISBN: 978-3-442-20508-0

Preis: € 15,50 (A), € 14,99 (D)

Bewertung: 2 von 5 Pfoten

 

T.R. Richmond ist ein preisgekrönter Journalist, der Roman „Wer war Alice“ ist sein Erstlingswerk und ich war wirklich, wirklich sehr gespannt. Das Cover hat mich total angesprochen, ich hab vorab nichts darüber gelesen – außer dem Klappentext – wollte mich echt überraschen lassen. Und eins kann ich euch sagen: überrascht war ich auf jeden Fall.

Handlung

Im Alter von 25 Jahren ertrinkt die Journalistin Alice Salmon auf tragische, jedoch ungeklärte Weise in in einem Fluss, der durch ihre englische Heimatstadt Corby fließt. Jeremy Cooke, ihr ehemaliger Professor und Mentor an der Uni, möchte die letzten Tage, und vor allem Stunden, im Leben von Alice vor ihrem Tod rekonstruieren und somit dieses Rätsel lösen. Nicht ganz eigennützig, denn er erhofft sich nicht nur den Fall für die Angehörigen zu lösen, damit diese damit abschließen können, sondern auch Ruhm und Ehre mit dem Buch, das er darüber schreibt. War es Alice´ Freund Luke oder der anonyme Schreiber, der Alice via Social Media bedroht oder hat sie gar Selbstmord begangen????

Meinung

Bereits vor Erscheinen gab es einen regelrechten Hype um das Buch, es gibt sogar einen eigenen Tumblr Account von Prof. Jeremy Cooke und eine Facebook Seite über Alice. Ich will nicht zu viel verraten, aber das Buch hätte auch heißen können „Wer ist Prof. Cooke“, über ihn hab ich leider mehr erfahren, als über Alice Salmon. Das komplette Buch hat mich vom Aufbau her total verwirrt. Es gibt keinen herkömmlichen Erzählstil. Die komplette Geschichte wird durch Briefe von Prof. Cooke an seinen Freund Larry, Tagebucheinträge von Alice selbst, Twittereinträge der besten Freundin Megan, Aufzeichnungen des Freundes Luke, Zeitungsartikeln, Unterhaltungen auf Facebook, Twitter und per SMS erzählt. Ich konnte damit echt nicht viel anfangen. Diese ganzen Texte lesen sich sehr flüssig, darüber kann man sich nicht beklagen.

ACHTUNG SPOILER: wenn du nicht wissen, möchtest, wie das Buch endet, musst du hier zu lesen aufhören 😉

Und dann hat man sich durch die ganzen unterschiedlichen Texte gelesen und sich Gedanken darüber gemacht, was denn nun tatsächlich passiert ist und am Ende wird der Fall dann auch tatsächlich aufgelöst, allerdings dermaßen unspektakulär, dass ich einfach nur enttäuscht war. Kein Aha- oder Wow-Effekt – also zumindest für mich. Ich persönlich hatte mir da leider wesentlich mehr erwartet.

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