Schwarzer Lavendel – Remy Eyssen

Schwarzer Lavendel

 

Titel: Schwarzer Lavendel

Autor: Remy Eyssen

Verlag: Ullstein Buchverlage GmbH

Format: Taschenbuch, 464 Seiten, ISBN: 978-3-548-28701-0

Preis: € 10,30 (A), € 9,99 (D)

Bewertung: 4,5 von 5 Pfoten

 

Schwarzer Lavendel haben wir über vorablesen.de gewonnen. Mitgemacht hab ich in erster Linie, weil mir das Cover besonders gut gefallen hat. Natürlich fand ich auch die Leseprobe toll, denn sonst hätte ich keinen Leseeindruck geschrieben. Ein herzliches Dankeschön an das Team von vorablesen.de, mit diesem Kriminalroman habt ihr mir eine große Freude gemacht.

Handlung

Der deutsche Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter lebt in der Provence in dem idyllischen Städchen Le Lavandou. Von seiner Tante bekommt er ein kleines Haus mit einem Weingut geschenkt, doch fürs Erste hat er damit keine Freude, denn die Tochter der stellvertretenden Polizeichefin findet auf dem Grundstück die mumifizierte Leiche einer jungen Frau. Anna Winter, eine deutsche Touristin, ist verzweifelt auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester, die einige Tage vor dem Leichenfund spurlos verschwunden ist. Sie ähnelt der Leiche im Bezug auf Alter, Geschlecht, Aussehen und auch ihrem Aufenthaltsgrund in Le Lavandou und das weckt Ritters Ehrgeiz. Er setzt alles daran diesen Fall zu lösen und dann wird auch noch Anna Opfer eines Verbrechens.

Meinung

Schwarzer Lavendel ist bereits der zweite Roman über Dr. Ritter, Teil 1 Tödlicher Lavendel wird immer wieder erwähnt, das ist etwas schade, denn ich hätte Teil 1 gerne noch gelesen, da ich den Ausgang jetzt aber bereits kenne, habe ich die Befürchtung, dass mir das den Roman etwas verdirbt.

Wie oben bereits erwähnt, bin ich durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Der Lavendel ein typisches Bild, das man sofort mit Frankreich und der Provence in Verbindung bringt. Und genau das wird im Buch auch sehr gut herausgearbeitet, tolle Beschreibung der Gegend, man fühlt sich regelrecht an den Ort versetzt. Und auch die französische Art zu leben wird super beschrieben: wenn möglich jeden Abend auf der Terrasse oder in einem Restaurant mit einem guten Glas Wein, Käse, Oliven ausklingen lassen. Herrlich – Achtung Provence, ich komme!!!

Dr. Leon Ritter ist ein absolut sympathischer Hauptprotagonist, ein ruhiger Mann mittleren Alters, sehr gelassen, intelligent, nicht überheblich, ich möchte sogar sagen ein Schatz von einem Mann. Allem voran ist er aber ehrgeizig und als die Leiche gefunden wird und er als ansässiger Rechtsmediziner den Fall übernimmt, legt er seinen Fokus, trotz der Schwierigkeiten mit seinem Haus und dem Weingut und seiner verstorbenen Ehefrau, zu 100% auf die Aufklärung des Falls. Geholfen wird ihm dabei von seiner Vermieterin/Bekannten/stellvertretenden Polizeichefin Isabelle Morelle. Er wohnt bei ihr und ihrer Tochter Lilou, die die Leiche entdeckt hat. Auch diese beiden Personen sind mir richtig ans Herz gewachsen. Lilou ist 15 Jahre alt und typischer Teenager, aber sie vertraut Ritter und vertraut sich ihm auch an, ein manchmal nerviges junges Mädchen, aber absolut liebenswert. Isabelle ist eine schöne Frau und sie liebt ihre Tochter und ihren Beruf und hat scheinbar ein Auge auf Leon geworfen. Überhaupt sind fast alle Personen, die hier vorkommen toll beschrieben und durchwegs nette Gesellschaft (bis auf Isabelles Chef).

Die Geschichte ist glaubwürdig erzählt, könnte genau so stattgefunden haben und ist deshalb auch so toll zu lesen. Der Autor hat Situationen des täglichen Lebens beschrieben, die nicht überspitzt dargestellt sind, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Einziges Manko für mich persönlich ist, dass der der/die MörderIn am Ende gefunden wird, jedoch werden die Beweggründe für die Taten nicht aufgeklärt. Es ist zwar für die Geschichte nicht zwingend notwendig, hätte mich aber interessiert. Den Schreibstil im Allgemeinen würde ich auch hier als flüssig bezeichnen, selbst bei den Obduktionen der mumifizierten Leichen werden nicht allzu viele Fachbegriffe verwendet, damit alles für den Leser gut verständlich ist. Die Beschreibung der Gegend ist sehr detailliert und bringt das Kopfkino zum Laufen.

Fazit

Ein wirklich empfehlenswerter Krimi mit beeindruckender Kulisse.

Autor

Remy Eyssen wurde 1955 in Frankfurt am Main geboren, er war Redakteur der Münchner Abendzeitung und freier Autor bei anderen Zeitungen und Magazinen. Außerdem hat er einige Drehbücher zu bekannten deutschen Krimiserien geschrieben.

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