Mad Dog Boogie – Max Bronski

Mad Dog Boogie

 

Titel: Mad Dog Boogie

Autor: Max Bronski

Verlag: Kunstmann Verlag

Format: Taschenbuch, 208 Seiten, ISBN: 978-3-95614-056-3

Preis: € 15,40 (A), € 14,95 (D)

Bewertung: 4 von 5 Pfoten

 

Geschrieben wurde das Buch von Max Bronski (Franz-Maria Sonner). Er wurde 1953 in Tutzing geboren und ist spezialisiert auf Kriminalromane.

Handlung

Alex Dunbar, war in den siebziger Jahren der Frontman der weltberühmten Musikgruppe „Mojo“. Alex war das Zugpferd der Band. Er sang, schrieb die Songtexte und faszinierte mit seinen Gitarrensolis. Sein Problem waren, nicht unüblich für diese Zeit, Drogen. Er schluckte und rauchte alles, ohne zu wissen was das Zeug mit ihm anstellt. Auf einer Party werden wieder einmal Unmengen von Drogen konsumiert und am nächsten Morgen findet man neben Alex eine Leiche und ihn mit der blutüberströmten Tatwaffe in der Hand. Alex, der sich an nichts erinnern kann, wird zu acht Jahren Psychiatrie verurteilt. Nach seiner Entlassung findet er nicht mehr wirklich ins Leben zurück und flüchtet daher auf Gut Betzing in Bayern, wo er sich weiterhin freiwillig behandelt wird. Dort knüpft er Freundschaft mit dem an Tourette-Syndrom leidenden Ben und dem zurückgebliebenen Willi. Als Ben eines Tages in einem Anfall Alex eine Schaufel über den Kopf zieht, liegt dieser wochenlang im Koma. Wieder zurück im Leben kann er sich langsam wieder an sein altes Leben erinnern. War er tatsächlich der brutale Mörder von Gisa???

Meinung

Aufgrund der Kürze des Buches (ca. 200 Seiten), eignet sich der Kriminalroman hervorragend für Zwischendurch. Man kann es entweder in einem Rutsch durchlesen oder so wie ich an zwei Tagen. Die Aufteilung des Buches in zwei Hälften gefällt mir sehr gut, in der ersten Hälfte kümmert sich Max Bronski um die länger zurückliegende Vergangenheit. Er beschreibt das Leben von Alex Dunbar und dessen Bandmitglieder, das durch exzessiven Drogenkonsum in den siebziger Jahren gezeichnet war und schlagartig aus dem Ruder läuft. In der zweiten Hälfte, schenkt er seinem Hauptprotagonisten sein Gedächtnis bzw. Leben wieder und gibt ihm die Gelegenheit zur Rehabilitation. Zur besseren Orientierung verwendet der Autor anstelle der klassischen Kapitelunterteilung Vor-bzw. Rückspielzeichen wie man sie auf Kassettenrekordern finden kann. Eine tolle Idee wie ich finde. Alex Dunbar ist diesem Buch sehr präsent, die anderen Charaktere gehen aus meiner Sicht etwas unter. Ich hätte mir gewünscht, wenn die beiden Freunde Ben und Willi noch mehr Platz in der Geschichte gefunden hätten. Absolut empfehlenswerter Kriminalroman, der einen ein klein wenig in die Hippiezeit versetzt. Kleiner Tipp: Nicht zu lange aufs Cover starren, sonst könnte man auch ganz ohne Drogen einen psychedelischen Anfall erleiden. Nein Spaß beiseite, auch das Cover ist sehr gut gelungen und passt hundertprozentig zu dem Buch.

Vielen Dank an den Verlag Antje Kunstmann, der uns freundlicherweise ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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