Lügengrab – Hendrik Berg

Lügengrab

Titel: Lügengrab

Autor: Hendrik Berg

Verlag: Goldmann

Format: Taschenbuch, 411 Seiten, ISBN: 978-3-442-48238-2

Preis: € 10,30 (A), € 9,99 (D)

Bewertung: 5 von 5 Pfoten

 

Das Cover dieses Buches hat mich vor ein paar Tagen in unserer Stammbuchhandlung sofort angesprochen. Nachdem ich mir den Klappentext durch gelesen habe, war das Buch auch schon gekauft. Lügengrab war das erste Buch von Hendrik Berg, das ich gelesen habe.

Handlung

Der Berliner Hauptkommissar Theo Krumme hat sich seinen Urlaub redlich verdient. Er sehnt sich nach Ruhe und verbringt aus diesem Grund seinen vierzehntägigen Jahresurlaub abseits der Touristenströme auf der Hallig Hooge in Nordfriesland. Auf der Überfahrt vom Festland auf die Hallig lernt er Swantje, eine Studentin aus Marburg, kennen. Krumme und Swantje verstehen sich auf Anhieb. Für Swantje war es der erste Besuch seit drei Jahren auf der Hallig. Kurz bevor sie damals Hooge verlies, wollte sie ihren Verlobten Marc heiraten, doch am Polterabend einen Tag vor ihrer Hochzeit, ist dieser spurlos verschwunden. Die örtliche Polizei ging damals davon aus, dass Marc ein Motorboot gestohlen hätte und bei dem Versuch die Hallig zu verlassen, im Meer ertrunken sei. Eine Aufnahme einer Webcam zeigte an diesem Abend, einen Mann der einsam Richtung Meer ging. Da der Mann die gleiche Kleidung trug wie Marc, untermauerte dies das damalige Ermittlungsergebnis. Doch Swantje kann und will dies nicht glauben. Ihrer Ansicht nach, ist Marc einem Verbrechen zum Opfer gefallen und sucht Hilfe bei Hauptkommissar Krumme. Die Halliglüüd, allen voran die Freunde von Swantje, sind alles andere als begeistert, dass sich ein Kommissar auf Hooge herumtreibt und Nachforschungen zum Verbleib Marc´s anstellt. Da Marc ursprünglich aus Frankfurt kam und so überhaupt nicht in das nördliche Friesland passte, konnte ihn keiner der Freunde Swantjes ausstehen. Macht sie dies verdächtig?

Meinung

Obwohl ich selbst noch nie nördlicher als Hamburg hinausgekommen bin, hat es Hendrik Berg geschafft, mich auf die Hallig Hooge zu versetzen. Mir kam es vor als säße ich neben dem Kommissar in dem gemütlichen Frühstücksraum seiner Pension und trinke mit ihm gemeinsam eine Tasse Friesenmischung. Er hat das Eiland mal überzeugend mysteriös und das andere Mal atemberaubend schön dargestellt und mir einen Einblick in das harte aber auch wunderschöne Leben der Halligbewohner gewährt. Die Spannung ist bis zum Ende des Buches aufrecht geblieben, wobei für mich die Hallig und deren Bewohner im Vordergrund gestanden sind. Besonders gefielen mir auch die Nebenhandlungen, wie zum Beispiel das Leben des Ehepaares Adams, die erst vor drei Jahren ihre Pension auf Hooge eröffnet haben. Ich möchte dieses Buch, allen Krimifans ans Herz legen, die neben einer spannenden Handlung auch viel Wert auf die Beschreibung der örtlichen Begebenheiten legen. Sofern ich es mal noch nördlicher als Hamburg schaffen sollte, dann lass ich mir mit Sicherheit die nächste Fähre nach Hooge nicht entgehen.

Autor

Hendrik Berg wurde 1964 in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitet er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*