Killgame – Andreas Winkelmann

Killgame

 

Titel: Killgame

Autor: Andreas Winkelmann

Verlag: Wunderlich (Rohwolt)

Format: Broschiert, 432 Seiten, ISBN: 978-3-805-25080-1

Preis: € 15,50 (A), € 14,99 (D)

Bewertung: 3 von 5 Pfoten

 

Vielen Dank an den Wunderlich Verlag der uns freundlicherweise ein Leseexemplar von Killgame zur Verfügung gestellt hat. Für mich war es das erste Buch, das ich von Andreas Winkelmann gelesen habe. Eigentlich lese ich im Vorfeld keine Rezensionen, in diesem Fall habe ich aber eine Ausnahme gemacht. Interessant war für mich der extrem unterschiedliche Leseeindruck der verschiedenen Personen. Vor allem Leute, die die vorherigen Thriller von Andreas Winkelmann kennen, waren eher enttäuscht, andere, für die es das erste Buch des Autors war, waren wiederum begeistert. Von einem Stern bis fünf Sterne war alles dabei, umso gespannter war ich.

Handlung

Dries Torwelle ein ehemaliger Polizist, mittlerweile Privatermittler, macht sich auf die Suche nach seiner vermissten Nichte Nia. Er ist Spezialist im Auffinden von Menschen, die nicht gefunden werden wollen. Nias Mutter und Dries Zwillingsschwester ist vor Jahren ums Leben gekommen. Nias Vater ist seitdem ein psychisches Wrack, dessen Leben vom Alkohol bestimmt wird. Der Verbleib seiner Tochter interessiert ihn nicht wirklich. Nichts hält Nia mehr zu Hause, sie hat nur auf ihren achtzehnten Geburtstag gewartet, um von daheim wegzulaufen. Sie möchte wie ihre Mutter die Welt entdecken und begibt sich auf eine gefährliche Reise.

Meinung

Ich fand das Buch einfach, aber gut. Ich fand es weder schlecht noch sehr gut. Es hat Freude gemacht zu lesen, aber die Geschichte ist keine, die mir lange in Erinnerung bleiben wird. Die Jagd auf Menschen mit Pfeil und Bogen in den kanadischen Wäldern war mir dann doch etwas zu weit hergeholt. Das Buch hat auch leider etwas schleppend begonnen, sodass mich zu Beginn die Geschichte nicht richtig fesseln konnte, die Spannung kommt dann eher gegen Ende. Die Charaktere Dries und Nia wurden zwar beschrieben, aber ich konnte sie mir nur schwer vorstellen, geschweige denn mich in sie hineinversetzen.  Den Schreibstil würde ich als einfach bezeichnen, keine hochtrabenden Sätze, aber das hat das Lesen flüssig erscheinen lassen,  auch in den eher langwierigen Passagen in denen es über die übersinnliche Beziehung zwischen Dries und seiner verstorbenen Zwillingsschwester ging. Da ich keinen Vergleich zu den vorherigen Büchern  von Andreas Winkelmann habe, kann ich nicht beurteilen, ob das Buch schlechter oder besser als die bereits erschienenen ist. Das Lektorat hat auch zwei, drei kleine Fehler übersehen, aber das ist mir persönlich nicht wichtig. Mit knapp über vierhundert Seiten ist das Buch reltiv lang, meiner Meinung nach hätten man rund 100 Seiten weglassen können. Von mir aus hätten es auch ein paar weniger Tote sein dürfen. Trotz des Umfanges des Buches ist bei mir noch die eine oder andere Frage offen geblieben, was wirklich schade ist.

Fazit

Ich habe es nicht bereut, dass Buch gelesen zu haben. Es hat mich unterhalten aber nicht begeistert. Mehr als eine durchschnittliche Bewertung kann ich in diesem Fall leider nicht abgeben.

Autor

Andreas Winkelmann wurde 1968 in Liebenau geboren. Sein Debütroman „Der Gesang des Scherenschleifers“ erschien im Jahr 2007. Seitdem veröffentlichte er eine Reihe von weiteren Romanen und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Thrillerautoren.

 

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