Giftgold – Per Sander

Giftgold

 

Titel: Giftgold

AutorIn: Per Sander

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Format: Taschenbuch, 236 Seiten, ISBN:978-1530059454

Preis: € 8,99

Bewertung: 5 von 5 Pfoten

 

Giftgold, der zweite Fall von Knüppel und Arndt von Gruyten. Erschienen am 12. Februar 2016. Nach dem ersten Buch Todeswerk, dass mir gut gefallen hat, aber bei dem ich noch das Ein oder Andere als Leser vermisst habe, war ich mehr als gespannt auf den Nachfolgekrimi.

Handlung

Knüppel und Arndt besuchen gemeinsam mit ihren Begleiterinnen eine große Krefelder Hochzeit. Das Ja-Wort wollen sich Cecilia Koch, Chefin der gemeinnützigen Organisation Transparent und Jakob Hegel, Landtags-Generalsekretär einer großen konservativen Partei, geben. Die Hochzeit selbst findet in der Krefelder Nobelgegend Wilhelmshofallee statt. Aufgrund des förmlichen Rahmens ist Knüppel gezwungen, sich ungewohnt zugeknöpft in Smoking und Fliege zu zwängen. Arndt hingegen hat mit dem Dresscode keine Probleme, ist er ja aufgrund seiner Familiengeschichte an solch elitäre Anlässe gewöhnt.

Als sich das Brautpaar aufmacht den Eröffnungstanz zu tanzen, bricht Cecilia unvermittelt tot zusammen. Jegliche Wiederbelebungsversuche bleiben leider erfolglos. Cecilia Hegel ist lediglich vierzig Jahre alt. Gut, dass das Team von Knüppel gleich vor Ort ist und unmittelbar mit den Ermittlungen beginnen kann. Auf der Hochzeit sind über 500 geladene Gäste, das bedeutet jede Menge Zeugen und Tatverdächtige, unter anderem auch die Eltern von Arndt von Gruyten.

Meinung

Im Gegensatz zum ersten Fall der Beiden, der mich nicht vollends überzeugen konnte, war ich vom zweiten Fall begeistert. Per Sander gibt dieses Mal seinen Figuren ausreichend Platz und Tiefe, sodass ich mir mit meinen Kenntnissen aus dem ersten Buch nun konkrete Vorstellungen über die Charaktere machen konnte. Auch die noble Umgebung mit all ihren Prunkhäusern, obwohl zum Teil fiktional, beschrieb er in ausgezeichneter Art und Weise. Die Dialoge wurden ideal mit einer Portion Humor in Szene gesetzt. Die Krimis von Per Sander folgen einer klaren Struktur, er bedient sich hier der „Whodunit“-Form, d.h. zu Beginn findet der Mord statt und in weiterer Folge begleitet man Knüppel und Arndt bei ihren einzelnen Ermittlungsschritten. Die große Stärke von Per Sander ist meiner Ansicht nach das Plotten. Man merkt, dass er sich viel Mühe bei seinen Recherchearbeiten macht, als Leser wird man regelrecht durch die passenden Zusammenhänge geführt. Der zweite Fall besteht aus 23 wirklich spannenden und zum Teil echt witzigen Kapiteln, welche auf 223 Seiten voll zur Geltung kommen. Knüppel und Arndt, ein weiteres sympathisches Ermittler-Team. Ich hoffe in Krefeld passiert demnächst wieder ein schweres Verbrechen, denn das würde bedeuten, dass wir einen weiteren spannenden Kriminalroman zu lesen bekommen.

Fazit

Per Sander konnte mich mit seinem zweiten Buch vollends überzeugen. Stimmiger Krimi, an dem es an Nichts fehlte.

Autor

Per Sander, geb. 1985, heißt eigentlich gar nicht Per Sander, mag den Namen allerdings als Autorenpseudonym. Es kann sein, dass er Germanistik und Anglistik in Düsseldorf studiert hat und mit seiner Frau am Rhein lebt, vielleicht ist das aber auch gelogen. Möglicherweise hat er nach Jobs als Journalist, Texter, Ghostwriter und einigen Jahren im Einzelhandel genug von Menschen im Allgemeinen und angefangen, all diese furchtbaren und höchst traumatischen Erlebnisse in Form von Krimis zu verarbeiten – diese wiederum sind garantiert reine Fiktion, machen ihn jedoch ordentlich Spaß.

 

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