Der Psychopath – Bram Dehouck

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Verlag: btb Verlag

Format: Taschenbuch, 223 Seiten, ISBN: 978-3-442-71330-1

Preis: € 9,30 (A), € 8,99 (D), € 7,99 (ebook)

Bewertung:

3 von 5 Pfoten

 

Der Psychopath ist ein Buch, das schon längere Zeit in unserem Bücherregal auf den richtigen Zeitpunkt gewartet hat, um gelesen zu werden. Der Mord und Totschlag Oktober ist geradezu prädestiniert für dieses Buch.

Sam ist ein Junge, der sich anders, als andere Kinder in seinem Alter, verhält. Aufgrund seiner Verhaltensweise ist es ihm kaum möglich soziale Kontakte mit anderen Kindern zu knüpfen. Sein Auftreten war von frühester Kindheit schwierig, sodass er immer mehr in die Rolle eines Einzelgängers, mit gewalttätiger Veranlagung gedrängt wurde. Die Ehe seiner Eltern Chris und Charlotte Walchap wird aufgrund dessen auf eine harte Probe gestellt, der sie aber nicht standhält. Ich habe meine Schwierigkeiten mit Büchern oder Filmen, in denen Kinder als psychisch krank dargestellt werden oder ihnen irgendein Leid widerfährt. Ich bin selbst Vater und möchte mich in solch einem Fall nicht uneingeschränkt auf die Erzählung einlassen. Unterhaltung sieht für mich irgendwie anders aus, aber für meine persönliche Einstellung kann ja der Autor nichts. In diesem Buch wird leider beides beschrieben, ein Junge der scheinbar unter einer  psychischen Belastungsstörung leidet  und die Tatsache, dass ihm böses Leid zugefügt wird/wurde . Dennoch habe ich versucht meinen Spleen beiseite zu schieben und mich von diesem Buch packen zu lassen. Leider ist mir das nicht gelungen.

Das Buch schildert die Verzweiflung eines Vaters, der keinen Zugang zu seinem verhaltensauffälligen Sohn findet, und sich für den allerschlimmsten Ausweg entscheidet. Da er der festen Überzeugung ist, dass sein Sohn ein Psychopath ist .Außerdem befasst sich die Geschichte mit der bedingungslosen Liebe einer Mutter, die in ihrem Sohn nur das Gute sieht und nicht wahrhaben möchte, dass mit ihm etwas nicht stimmen könnte. Aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt uns der Autor die verschiedenen Sichtweisen der  handelnden Charaktere, mal ist es die Sicht des Vaters, mal die der Mutter.

Der Inhalt des Buches ist meiner Meinung nach harter Tobak und nichts für zartbesaitete Leser. Ich war froh, dass das Buch nur knapp 200 Seiten hatte und meine innere Lesequal aufgrund der Thematik, nicht aufgrund des Könnens von Bram Dehouk, nicht allzu lange andauerte. Ein weiteres Manko: Angesichts der Kürze des Buches, hat sich der Autor auch nur ein paar Seiten für das vorhersehbare Ende gegönnt.

Alles in allem war es ein gutes Buch, die Idee stimmt, der Schreibstil ist ok und Nervenkitzel sowie Spannung war gegeben.

Fazit

Spannender Thriller, ernste Thematik, komprimiert erzählt

AutorIn

Bram Dehouck, Jahrgang 1978, war lange für Öffentlichkeitsarbeit im Sozialbereich verantwortlich. Sein Kriminalroman »Ein Sommer ohne Schlaf« wurde mit dem Gouden Stroup, dem wichtigsten niederländischen Krimipreis, ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt.

Liebe Grüße, Thomas

 

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