Alsterwasser – Werner Färber

Alsterwasser

 

Titel: Alsterwasser

Autor: Werner Färber

Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH

Format: Klappenbroschur, 307 Seiten, ISBN: 978-3-8392-1846-4

Preis: € 12,40 (A), € 11,99 (D)

Bewertung: 4 von 5 Pfoten

 

Für dieses Buch habe ich mich aus mehreren Gründen entschieden. Zum einen hat mich das Cover sofort angesprochen. Die Farbkombination des hellblauen Himmels, der leicht ins rötliche übergeht, die Wellen der Nordsee und die Schlichtheit, die dieses Cover ausmacht, haben mich eingeladen dieses Buch zu lesen. Zweitens ist Hamburg definitiv eine meiner Lieblingsstädte. Viel Wasser (als leidenschaftlicher Angler liebe ich dieses Element), ein atemberaubender Hafen und herzliche, weltoffene Bewohner.

Handlung

Lea Mertens ist eine hervorragende Hobby-Köchin.  Sie veranstaltet für ihre Freunde, die sie aus ihrer Umweltaktivistengruppe kennt, ein gemeinsames Abendessen. Die gemütliche Party wird durch den Besuch von dem Kriminalkommissar Lennard Fahnenberg gestört. Lea und ihre Gäste kennen den Kommissar bereits aus dem ersten Teil. Lennard berichtet, dass man in der Alster eine Tote gefunden hat, bei der Frau handelt es sich im Iris Becker. Die Person ist den Gästen bekannt, in der Vergangenheit hat sich Iris Becker undercover als Polizei-Spionin in die Umweltaktivistengruppe eingeschleust. Scheinbar lag die Tote schon längere Zeit in der Alster. Erstaunlicherweise ist sich Lea sicher, noch am Tag zuvor, Iris Becker lebend gesehen zu haben. Diese Tatsache lässt ihr keine Ruhe und sie stellt eigene Ermittlungen an.

Meinung

Endlich mal wieder ein Genuss-Kriminalroman. Bei diesem Buch handelt es sich um einen ruhigen Regionalkrimi, der in der wunderschönen Stadt Hamburg spielt. Da Alsterwasser bereits der zweite Fall von Lea Mertens ist, hatte ich zu Beginn des Buches ein wenig Schwierigkeiten die Charaktere kennenzulernen. Das erste Buch Baumkiller muss man aber nicht unbedingt gelesen haben um in die Geschichte reinzukommen.

Lea ist nicht nur eine sehr gute Köchin, sie ist auch eine Frau die es ermittlungstechnisch mit jedem Kriminalkommissar aufnehmen kann. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht Lea es auch durch, selbst wenn sie das eine oder andere Mal das Recht zu ihren Gunsten auslegen muss. Andererseits hat sie auch eine esoterische Seite. Ihre Meinung, dass beispielsweise chronische Rückenschmerzen nichts mit einem Schaden am Bewegungsapparat zu tun haben, sondern ein Zeichen dafür sind, dass man im Unterbewusstsein Dinge nicht richtig im Kopf verarbeiten kann, fand ich amüsant. Vielleicht sollte ich zukünftig auch eher zum Psychologen als zum Orthopäden gehen.

Als Bonus hat uns der Autor für die im Buch vorkommenden Gerichte die Rezepte im Anhang bereitgestellt. Dies fand ich eine tolle Idee und ist mir so noch nicht untergekommen. Die Sauerkrautlasagne werde ich aber vermutlich nicht nachkochen. Gut gefallen haben mir persönlich auch die zum Teil im norddeutschen Dialekt geführten Dialoge. Diese haben mich ein wenig an meine Großmutter erinnert, welche aus Norddeutschland stammte und diesen Dialekt auch nach Jahrzehnten in Österreich nicht gänzlich ablegen konnte.

Alles in Allem ein toller Krimi der Spaß macht. Es hat sich gezeigt, dass die Hamburger Polizei ohne Lea aufgeschmissen wäre. Ohne der Hilfe von Lea hätte Lennard Fahrenberg den Fall womöglich nicht lösen können.

Fazit

Genussvoller Regionalkrimi mit einer hartnäckigen Hobbyköchin als Ermittlerin – Leseempfehlung. Diese Art von Kriminalromanen finde ich persönlich toll.

Autor

Werner Färber wurde 1957 in Wassertrüdingen geboren und verbrachte seine Kindheit auf der Schwäbischen Alb. Nach weit über 100 Kinder- und Jugendbücher, ist er nun mit seinen Kriminalromanen auch bei den Erwachsenen angekommen. Derzeit lebt Werner Färber gemeinsam mit seiner Frau in Hamburg.

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