AchtNacht – Sebastian Fitzek

 

Verlag: Droemer Knaur

Format: Klappenbroschur, 416 Seiten, ISBN: 978-3-426-52108-3

Preis: € 13,40 (A), € 12,99 (D)

Bewertung:

Nachdem Noah von Sebastian Fitzek unsere erste veröffentlichte Rezension auf unserem Blog war, musste zu unserem Jahrestag eine weitere unseres Lieblingsthrillerautors folgen. Auf das aktuelle Buch AchtNacht habe ich mich extrem gefreut und sofort am Erscheinungstag auf meinen Kindle geladen. Danach folgten circa sechs bis sieben Lesestunden und ich will ehrlich sein:

Ich bin total enttäuscht!!! Enttäuscht darüber, dass ich leider schon wieder fertig bin mit dem Buch und eine neuerliche Wartezeit beginnt. Spaß beiseite: Sebastian Fitzek hat für mich einen unverwechselbaren Stil. Von Seite eins an wusste ich, ich lese hier einen Fitzek.  Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und bis zum letzten Wort nicht mehr losgelassen.

Wir befinden uns in einem Zeitalter in dem sich immer mehr  Menschen an dem Leid anderer ergötzen . Schlägerein, Unfälle, Demütigungen sogar Morde etc.  werden mittels Handy gefilmt und anschließend auf Facebook oder andere Internetplattform gestellt. Tausende, wenn nicht Millionen, schauen sich diese Videos auf ihrem PC oder Smartphone  an,  kommentieren diese Verbrechen auch noch mit irgendeinem Schwachsinn und erfreuen sich am Leid anderer. Die Anonymität des Internets macht dies möglich. Fitzek ist voll auf diesen Zug aufgesprungen und hat dem ganzen noch eines drauf gesetzt. Was würde passieren, wenn man eine Todeslotterie veranstaltet und die gezogene Person wäre für eine Nacht quasi vogelfrei. Der Mord an dieser Person wäre ohne strafrechtliche Folgen und man erhält als Kopfgeld zehn Millionen Euro. Ehrlich gesagt möchte ich mir gar nicht vorstellen, was in der heutigen Zeit los wäre und bin froh, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt.

Ben Rührmann ist der Unglücksrabe, der am 08.08. um 20.08 in der Todeslotterie gezogen wurde. Ben ist ein Mensch der eigentlich schon genügend Probleme am Hals hat, doch in der AchtNacht kommt noch ein viel Größeres hinzu. Als sein Gesicht als Auserwählter auf einem überdimensionalen Bildschirm auf einem Haus irgendwo in der Stadtmitte angeprangert wurde und ihn jede Nachrichtensendung und Talkshow als Freiwild freigibt. Ben hat nicht viele Freunde, doch seit 20.08 hat er jede  Menge Feinde. Genau genommen die Bevölkerung Deutschlands.

Das Szenario kommt euch irgendwie bekannt vor? Sebastian Fitzek hat sich vom Film The Purge – Die Säuberung mit Ethan Hawk und Lena Headey inspirieren lassen. In diesem dystopischen Film geht es ebenfalls um eine Nacht in der jegliches Verbrechen, inklusive Mord, legalisiert ist. Ich persönlich habe diesen Film nicht gesehen und kann daher auch keine Vergleiche anstellen. Für mich war die Geschichte neu und einzigartig.

Fazit

Wie nicht anders zu erwarten, wieder ein Kracher von Sebastian Fitzek. Spannend ohne Ende und alleine die Vorstellung, dass dies in der Realität so eintreffen könnte, ließ mich erschauern.

Autor

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. „Therapie“, erschienen 2006, war sein erstes Werk – und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie – und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender „Mailoholic“ ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.

 

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