Taste of Love: Geheimzutat Liebe – Poppy J. Anderson

 

Verlag: Bastei Lübbe AG

Format: ebook, 368 Seiten, ISBN: 978-3-7325-3335-0

Preis: € 13,30 (A), € 12,99 (D), ebook € 9,99

Bewertung:

 

Taste of Love – Geheimzutat Liebe der deutschen Autorin Poppy J. Anderson stand schon seit Erscheinen auf meiner To-Read-Liste. Und weil ich schon seit längerem das Internetportal netgalley.de ausprobieren wollte, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt, mich registriert und – siehe da – auch gleich ein Leseexemplar des Romans erhalten. Ich möchte mich dafür herzlich bedanken. Taste of Love ist der Auftakt der neuesten Serie und zeigt auf romantische Weise, dass Liebe tatsächlich durch den Magen geht.

Andrew Knight, jüngster Sohn einer ziemlich elitären und einflussreichen Juristenfamilie, hat mit 24 eine Entscheidung getroffen und gegen den Willen seines Vaters sein Jurastudium geschmissen, um sich zum Koch ausbilden zu lassen. Heute, 35 und ledig, führt er ein ziemlich erfolgreiches Restaurant im Herzen Bostons. Die Medien reißen sich um den gutaussehenden Spitzenkoch, der demnächst auf Wunsch seiner Tante und Managerin Daisy, seine eigene Kochsendung bekommen soll. Doch in letzter Zeit ist Andrew mit seiner Arbeit nicht mehr zufrieden und der Star einer TV-Show möchte er schon gar nicht werden. Momentan fehlt ihm sogar die Motivation sein eigenes Restaurant zu führen und an neuen Gerichten zu arbeiten, unmöglich Fernsehkoch zu sein und lächelnd in die Kamera zu schauen.  

Eigentlich hat er, auch ohne der Unterstützung seiner Familie, alles erreicht, aber er muss feststellen, dass ihm Irgendetwas fehlt. Andrew gibt einem Impuls nach, setzt sich in sein Auto und fährt einfach drauf los. Ein, zwei Tage Urlaub würden ihm sicher gut tun, helfen den Kopf freizubekommen Die Führung seines Restaurants überlässt er ohne große Erklärung seinem Souschef Nick und findet sich nach einer vierstündigen Autofahrt an der Ortseinfahrt zu Maine wieder. Tief versunken in seine Gedanken, was in seinem Leben falsch gelaufen ist, kommt er ein wenig von der Fahrbahn und verursacht fast einen fatalen Verkehrsunfall mit einem Kleinlastwagen. Der Wirbelsturm, in Form der aufbrausenden Lenkerin des anderen Wagens, der danach auf ihn trifft, wirft Andrew jedoch mehr aus der Bahn, als der Unfall selbst.

Brooke Day ist außer sich vor Wut, als der SUV sie fast von der Straße drängt, und im nächsten Moment ziemlich zufrieden, als sie sieht welchen Schaden der Wagen abbekommen hat, der sie fast auf dem Gewissen hat. Als sie sich allerdings ein wenig beruhigt und den Lenker des Wagens näher in Augenschein nimmt, lässt sie sich kurzzeitig von seinem guten Aussehen aus der Fassung bringen. Der Mann, der den Unfall verursacht hat, stellt sich ihr als Drew vor und da sein Auto hinüber ist, lässt sich Brooke von ihm überreden, ihn in ein Hotel oder eine Pension zu fahren. Doch Brooke hat eine bessere Idee: Sie nimmt Drew mit in das etwas heruntergekommene Restaurant ihrer Eltern, dass auch Gästezimmer hat. Drew, den Brooke als Grossstadtsnob bezeichnet, dürfte nicht sehr begeistert vom Restaurant sein, das Zimmer jedoch gefällt ihm gut und die Sandwiches, die Brooke ihm serviert, findet er absolut köstlich.

Das Restaurant läuft leider nicht so gut und Brooke, die eigentlich Journalistin ist, schmeißt den Laden alleine, seit ihre Mutter vor einigen Monaten schwer krank wurde. Doch Brooke steckt all ihre Kraft in den Betrieb ihrer Eltern und versucht im Alleingang alles am Leben zu erhalten, vor allem, weil die Behandlung ihrer Mutter ziemlich kostspielig ist und aus den Einnahmen finanziert werden muss. Wegen des Geldmangels musste sie fast alle Mitarbeiter kündigen und als Drew bemerkt, dass sie strauchelt, bietet er seine Hilfe an. Doch Brooke weiß nicht, dass Drew ein gefeierter Küchenchef ist und seine andauernde Kritik treibt sie in den Wahnsinn. Die beiden krachen ständig aneinander und eine Auseinandersetzung folgt der nächsten. Drew möchte helfen, findet Brookes Kochkünste fantastisch, die junge Frau fühlt sich allerdings meistens angegriffen und reagiert vor allem dickköpfig auf Drews Angebot. . Bis sich die beiden während des Kochens immer besser verstehen und sich die gegenseitige Anziehung nicht mehr verleugnen lässt. Doch was geschieht, wenn Drew wieder zurück nach Boston muss? Und wie wird Brooke es auffassen, dass der Mann, an den sie sich immer mehr gewöhnt, sie von Anfang an angelogen hat?

Wieder einmal hat es Poppy J. Anderson geschafft, mich von einem ihrer Romane zu überzeugen. Die Romane der Autorin sind mir gut bekannt, die Bücher ihrer Titans-Reihe habe ich verschlungen und war von jedem einzelnen begeistert. Auch Taste of Love – Geheimzutat Liebe hat mir außerordentlich gut  gefallen, ein Liebesroman, dem es an nichts fehlt, . Die beiden Hauptfiguren sind absolut liebenswert, wenn auch Brooke anfangs ziemlich zickig und herrisch erscheint. Aber ihre Aufopferung für den Familienbetrieb, den Traum ihres Vaters, und für ihre kranke Mutter machen das im Laufe der Geschichte wieder wett. Die Dialoge zwischen Drew und Brooke sind ziemlich witzig. Drew bringt Brook ständig auf die Palme und die junge Frau ist nicht auf den Mund gefallen. Ihre Schlagfertigkeit bringt Drew ziemlich oft zum Staunen und mich brachte sie damit zum Schmunzeln. Wie auch schon in ihren anderen Romanen hat Poppy J. Anderson eine starke Frau zu Papier gebracht, mit der man sich absolut identifizieren kann.

Auch Drew ist absolut überzeugend und realistisch dargestellt. Anfangs ein wenig versnobt, merkt man schnell, dass der Eindruck täuscht. Sehr sympathisch finde ich, dass er auch gegen den Willen seiner Eltern seinen Weg gegangen ist und auch ohne deren Unterstützung etwas aus seinem Leben gemacht hat. Ohne das Geld seiner Familie und dem prestigereichen Job als Anwalt, sondern als „einfacher“ Koch. Ein bodenständiger Handwerksbursche. Auch die Tatsache, dass er sich von der manchmal etwas hysterischen Brooke nicht allzu leicht aus der Fassung bringen lässt, fand ich sehr reizend. Drew verfügt außerdem über eine gehörige Portion Witz und gibt Brooke immer wieder contra Das ist Brooke nicht gewöhnt und bringt sie oft aus dem Konzept.

Durch seine witzigen Passagen, das Geplänkel zwischen Brooke und Drew und die tolle Story ist der Roman extrem flüssig zu lesen. Die beiden Figuren klicken einfach, sind sehr stimmig und passen toll in die Story und die Umgebung. Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt und auch die Bewohner und das Flair hat die Autorin gut zur Geltung gebracht. Der Geschichte hat es an Originalität nicht gefehlt, allerdings hat mir persönlich für fünf Pfoten dann doch das Tüpfelchen auf dem i gefehlt.

Fazit

Köstliche Liebesgeschichte nach meinem Geschmack. Wohlbekömmliche Kost mit Happy End!

AutorIn

Poppy J. Anderson ist auf dem deutschsprachigen Markt keine Unbekannte und vor allem keine Eintagsfliege. Im November 2014 hat sie ihren allerersten Roman Touchdown fürs Glück aus der New York Titans-Reihe veröffentlicht. Diesem ersten Teil folgten bis zum heutigen Tag 13 Romane und 3 Sonderbände rund um die Spieler der Footballmannschaft New York Titans, eine der tollsten und erfolgreichsten Serie, die ich persönlich kenne. Nebenbei hat es die Autorin auch noch geschafft 5 Bände aus der Boston 5-Serie, 2 Romane über das Leben der Ashcrofts, 6 Hailsboro-Romane und neustens 2 Romane aus der Serie Taste of Love zu veröffentlichen. Bereits im März 2015 erreichte die Autorin als erste deutschsprachige Selfpublisherin die Millionenmarke verkaufter ebooks. Interessante Facts über die Autorin, ihr Leben, ihre Vorlieben, ihre bisherigen Romane und was die Leser und Leserinnen in Zukunft noch so alles erwarten können, findet ihr auf ihrer Homepage www.poppyjanderson.de. Poppy J. Anderson schreibt unter anderem unter dem Pseudonym Alexandra Graham historische Liebesromane.

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