In Harmony – Emma Scott

 

Format: eBook, 366 Seiten, English Edition

ISBN: 9781985641112

Preis: € 12,18 (TB), € 3,43 (eBook) (Amazon Preise)

Bewertung:  

 

 

Diesmal muss ich mich bei netgalley.com für mein Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe das Buch zwar über netgalley.de bezogen, bin aber mehr als glücklich darüber, dass es jetzt auch möglich ist, fremdsprachige Bücher zur Verfügung gestellt zu bekommen. Danke Netgalley, wo auch immer ihr seid.

Emma Scott ist auf dem deutschsprachigen Markt noch nicht so bekannt, allerdings können wir uns darauf freuen, dass LYX.digital die US-Autorin entdeckt und ihre Full-Tilt Serie übersetzt hat. Teil 1 All In – Tausend Augenblicke ist ab 26. Oktober 2018 erhältlich, Teil 2 All In – Zwei Versprechen dann am 31. Januar 2019. Ich habe beide Bücher bereits im Original gelesen und kann sie nur empfehlen. Aber kommen wir nun zu In Harmony.

Im Alter von 17 Jahren wird Willow Holloway aus ihrer gewohnten Umgebung in NYC gerissen. Ihr Vater wird beruflich versetzt. Sein Boss, Ross Wilkinson, braucht ihn unbedingt in Indiana. So lautet zumindest die Geschichte, die man ihr und ihrer Mutter auftischt. Doch Willow weiß genau, warum ihr Vater gerade jetzt die Stadt verlassen soll, wenige Tage nachdem sie von Xavier Wilkinson, dem Sohn des Chefs ihres Vaters, unter Drogen gesetzt und vergewaltigt wurde. Ihren Eltern hat sie davon nie erzählt und jetzt war es sowieso zu spät. Ihr neues Leben führt sie nach Harmony, Indiana. Dort soll sie die Schule besuchen, ihre Noten verbessern und ihr eigenartiges Verhalten, dass sie in den letzten Wochen an den Tag gelegt hat, verändern. Doch daran hat sie nur wenig Interesse, das ehemals lebensfrohe, witzige Mädchen, nimmt seit der verhängnisvollen Nacht nicht mehr vollständig am Leben teil. Kein Interesse an neuen Freunden, lernt sie prompt Angie McKenzie kennen, die sich zu ihrer neuen besten Freundin erklärt. Woran sie allerdings Interesse hat ist Isaac Pearce, der gutaussehende Junge an ihrer neuen Schule, auf dessen Platz sie sich an ihrem ersten Schultag unabsichtlich gesetzt hat. Niemals hat sie einen Jungen gesehen, der so gut aussieht. Auch Isaac ist vom ersten Moment von Willow hingerissen, ist sich aber sicher, dass die Neue zu heiß, zu jung und zu reich für ihn ist. Als Willow den talentierten Jungschauspieler auf der Theaterbühne erlebt, ist es völlig um sie geschehen. Obwohl sie noch nie geschauspielert hat und bisher auch kein Interesse daran hatte, bewirbt sie sich für die Rolle der Ophelia in Hamlet. Es gelingt ihr den begehrten Platz neben Isaac auf der Bühne zu ergattern. Bald bemerken die beiden, dass ihre Geschichte der von Hamlet und Orphelia sehr ähnlich ist. Isaac will weg aus Harmony und Willows Vater hält ihn sowieso für unwürdig. Willow kämpft dafür, dass sie weiterhin in dem Stück mitspielen darf, muss dafür versprechen, sich von Isaac fernzuhalten. Doch ganz so einfach ist das nicht…….

Willow Anne Holloway wurde im Alter von 17 Jahren vergewaltigt. Zuerst kann sie sich nicht komplett daran erinnern, was in dieser Nacht passiert ist, aber sie weiß, dass ihr etwas schreckliches zugestoßen ist. Ihren Eltern, zu denen sie auch vorher schon kein tolles Verhältnis hatte, erzählt sie nichts davon. Sie ist sich sicher, dass man gegen einen Kerl wie Xavier Wilkinson (reich, Sohn eines einflussreichen Unternehmers) sowieso nicht ankommen würde. Nach der Sache driftet Willow ab, zieht sich in sich zurück, spricht nicht mehr mit ihren Freunden und mit ihren Eltern. Der Umzug ist ihr eher recht, als das es sie stört, Hauptsache sie kommt weg von Xavier. Ihre Eltern sehen das anders, wollen für Willow genau so einen Jungen wie Xavier, immer schön den Schein wahren. Willow selbst kann sich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht vorstellen, jemals mit einem Mann zusammen zu sein. Sie kann sich auch nicht vorstellen, jemals neue Freunde zu finden, doch in der kleinen Stadt, kann sie sich nicht verstecken und so findet sie rasch Anschluss. Angie McKenzie lässt Willow keine Wahl, was ihre Freundschaft angeht und sie ist  ihr ihr eine wirklich tolle Freundin.

Isaac Pearce lebt mit seinem Vater, einem stadtbekannten Alkoholiker, in einem Trailer auf der falschen Seite der Stadt. Seinem Dad gehört die Tankstelle in Harmony, die alles andere als gut läuft, und um die sich Isaac mehr kümmert, als sein Vater. Die beiden sind arm und seit dem Tod seiner Mutter läuft es nicht mehr so gut. Sein Vater ist gewalttätig und kümmert sich nicht um den Jungen. Isaac hat nach ihrem Tod nicht mehr gesprochen, bis er das Theater entdeckt hat und dort regelrecht aufgeblüht ist. Er ist ein Naturtalent und taucht ganz tief in seine Rollen ein. Am örtlichen Theater ist er der Star in jeder Aufführung. Er wünscht sich nichts mehr, als eine Karriere am Theater oder beim Film, um endlich aus Harmony wegzukommen. Andererseits hat er Angst, wenn er seinen Vater alleine lässt, dass dieser es nicht überlebt. Über die beiden kursieren die wildesten Gerüchte, was dazu beiträgt, dass Willows Vater gegen eine Freundschaft der beiden ist.

Emma Scott ist ein Garant für Tränen, Drama, große Gesten und die wahre Liebe in ihren Geschichten. Dieser Roman ist unterteilt in drei Akte und erzählt die Zeit vor, während und nach Beendigung von Hamlet am stadteigenen Theater. Die Geschichte handelt nicht voranging von der großen Liebe, sondern vielmehr geht es hier um Freundschaft, Vertrauen, die Beziehung zu den eigenen Eltern und das Erwachsenwerden. Über Angst und falsche Scham und darüber, wie das Schicksal uns Menschen durchs Leben manövriert. Sie erzählt aber auch von Vorurteilen und vom „Anderssein“, von Verlusten und davon, wie sich dieses starke Mädchen, nach allem, was ihr geschehen ist, zurück ins Leben kämpft und dabei merkt, dass manches mit der Hilfe von Freunden leichter zu schaffen ist als alleine. Auch Isaac muss das im Laufe der Geschichte feststellen. Er hatte es nie leicht als der böse Junge von der falschen Seite der Stadt, diese Einschätzung der Menschen beruht allerdings ausnahmslos auf Missverständnissen. Die beiden sind sich sehr ähnlich und wie heißt es so schön: „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Die Geschichte ist wirklich toll geschrieben, auch wenn man Willow und Isaac manchmal ihr Alter nicht abnimmt, weil sie wirklich tiefgründige Gespräche führen, die man eher von älteren Personen erwarten würde.

Fazit

Herzzerreißend, gefühlvoll, realistisch. Eine schöne Story übers Erwachsenwerden mit viel Stoff zum Nachdenken.

AutorIn

Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Ihre Romane bringt sie als Self-Publisherin heraus und sie hat bereits eine große Fangemeinde. Emma lebt mir ihrer Familie in Kalifornien.

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