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Interview Helmut Giesinger

Helmut Giesinger hat uns sein Erstlingswerk Benjamin Bayer – Die verschollene Chronik zur Verfügung gestellt und war gleichzeitig bereit uns Rede und Antwort zu seinem Leben, seiner Leidenschaft Geschichten zu erfinden und zu seinem Buch zu stehen. Die Rezension ist oben im Titel verlinkt, das Interview mit dem sympathischen Autor findet ihr genau hier. Viel Spaß!

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Interview mit Hendrik Berg zu seinem neuen Krimi Küstenfluch

Nordfrieslandkrimis erfreuen sich über Jahre einer großen Leserschaft. Was macht für dich die Faszination an diesem Genre aus? Warum denkst Du sind derart viele Menschen an Verbrechen in der Idylle interessiert?

Die Nordsee scheint genau wie die Berge für viele Menschen ein Sehnsuchtsort zu sein, eine Idylle aus Sand, Wind und Meer, die weit entfernt von den täglichen Sorgen und Problemen liegt. Für mich ist es ein Stück Heimat. Auch wenn ich jetzt in Köln wohne, bin ich doch in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Warum sich Menschen für Verbrechen in der Idylle interessieren? Vielleicht weil es eine überschaubare kleine Welt ist. Schlimm, wenn dort etwas Böses passiert. Aber umso schöner, wenn das Verbrechen am Ende gelöst wird und die Idylle wiederhergestellt ist.

Wie wichtig ist das Lesen für einen Autor? Findest Du hierfür ausreichend Zeit neben deinen täglichen Schreibvorgaben?

Autoren sollten immer viel lesen. Bücher, Zeitungen, Anzeigen, alles. Das gehört zum Job dazu. Auch ich lese sehr gerne und sollte es mir besser einteilen. Meistens leidet mein tägliches Schreibpensum erheblich darunter…

Welche Bücher haben Dich geprägt und  schlussendlich dazu gebracht, selbst Autor zu werden?

Ich war als Jugendlicher ein großer Fan von Astrid Lindgren, Michael Ende, Tolkien oder John Christopher. Später habe ich John Irving, Henri Charriere oder T.C.Boyle für mich entdeckt. Im Prinzip wollte ich schon früh eine Mischung aus allem erzählen. Spannende Geschichten, die sich nicht unbedingt durch ein Genre einengen lassen.

Welches Buch liest Du gerade und welche aktuellen Autoren zählen zu Deinen Lieblingsautoren?

Gerade lese ich „Das Paket“ von Sebastian Fitzek und „Bis an die Grenze“ von Dave Eggers. Ich liebe Dave Nicholls (die Dialoge!) und Neil Cross. Und ich erstarre immer wieder in Ehrfurcht vor der Vielseitigkeit und der erzählerischen Brillanz von Stephen King. Mein Lieblingsroman von ihm: „Sie“, in dem es um einen Autor geht, der so kreativ wie möglich sein muss, um sein Leben zu retten. Toll!

Wodurch lässt Du Dich für eine Geschichte inspirieren und wie können wir uns Hendrik Berg beim plotten vorstellen? Chaotisch oder sehr genau Punkt für Punkt?

Ideen für Geschichten können von überall kommen. Beim Lesen, beim Spazierengehen, in der U-Bahn oder auf Reisen. Wenn ich den inhaltlichen Bogen klar habe, versuche ich die einzelnen Kapitel immer sehr genau zu plotten. Wenn die Figuren dann lebendig werden, stelle ich aber oft fest, dass alles nicht funktioniert und muss die ganze Struktur wieder über den Haufen werfen.

In Deutschland veranstaltest du sehr viele Lesungen, hast Du schon mit dem Gedanken gespielt auch eine Lesereise nach Österreich zu unternehmen?

Ich LIEBE Österreich – vor allem im Sommer! Diesen August wandere ich mit Freunden einmal über die Alpen! Aber leider hat sich noch keine Gelegenheit für eine Lesereise ergeben, ich würde sofort kommen!

 Ich habe gelesen, dass Du schon einige Drehbücher für das Fernsehen geschrieben hast. Kannst Du uns verraten bei welchen Werken Du mitgemischt hast?

Ich schreibe seit vielen Jahren für alle möglichen Serien, meistens Krimis (z.B. SoKos), aber auch Krankenhausserien (z.B. In aller Freundschaft – die jungen Ärzte). Aktuell entwickele ich mit einer Kollegin eine neue Serie, die in Österreich spielen soll!

Was ist der große Unterschied zwischen dem Schreiben eines Drehbuchs und dem eines Romans?

Beim Drehbuch muss ich ständig die Produktionsbedingungen und die Kosten im Kopf haben, mich immer wieder mit Produzenten, Redakteuren und vielen anderen absprechen. Am Ende ist die Geschichte dann meistens ein Kompromiss, der allen gefallen soll. Bei einem Roman kann ich viel radikaler und fantasievoller sein und muss mir um die Kosten etwa bei Natur- oder Schiffskatastrophen keine Sorgen machen. Das macht einen Riesenspaß!

Hast du Dich mittlerweile auf Nordfrieslandkrimis spezialisiert, oder kannst Du Dir vorstellen, Deine Kommissare auch an anderen Orten ermitteln zu lassen? Kommissar Krumme ist ja eigentlich Berliner, Du selbst wohnst in Köln, also zwei Weltstädte, in denen Krimis wahrscheinlich auch gut passen würden.

Ich liebe die Nordsee. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Kommissar Krumme auch woanders ermittelt. Tatsächlich spielt der erste Band „Deichmörder“ auch in Berlin, das nächste Buch zum Teil auch in Hamburg. Wer weiß, vielleicht führt Krumme eine Dienstreise irgendwann auch nach Wien!

Ich habe den Eindruck du achtest immer sehr genau auf die richtigen Schauplätze. In Lügengrab spielte der Krimi auf einer Hallig und in Küstenfluch kamen sehr oft Haubarge (Bauernhäuser in Nordfriesland für die Nichtinsider) vor, beides typische Merkmale Nordfrieslands.  Wohin wird es den Leser in deinem nächsten Werk verschlagen?

Ja, tatsächlich finde ich schon, dass die Schauplätze und die damit verbundene Atmosphäre eine große Bedeutung für die Geschichte haben. Die Geschichte von Lügengrab gehört nun mal auf eine einsame Hallig. Die von Küstenfluch vor allem nach Husum und in einen Haubarg auf Eiderstedt. In der nächsten Geschichte wird das Watt eine wichtige Rolle spielen.

Du verbringst mit Sicherheit viel Zeit in Nordfriesland. Welche Jahreszeit würdest du für Urlauber empfehlen um Nordfriesland, vielleicht auch Husum, die Stadt in der dein aktueller Krimi spielt empfehlen und was darf bei einem Nordfrieslandurlaub aus deiner Sicht nicht fehlen?

Nordfriesland hat viele schöne Seiten. Wer gerne baden möchte, muss natürlich im Frühling oder Sommer kommen und vor allem nach St. Peter-Ording, Sylt, Amrum oder Föhr fahren. Grundsätzlich sollte man beim Wetter immer auf Überraschungen gefasst sein. Nordfriesland ist nicht Spanien. Aber mit der richtigen Kleidung ist ein Besuch im Norden bei Sturm, Sonne oder Regen und bei jeder Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis!

 

Lieber Hendrik, vielen Dank für deine Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

dtv Fantreffen Colleen Hoover – Bericht

 

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereits 2015 habe ich an einem Gewinnspiel für Blogger der dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG teilgenommen und wurde tatsächlich ausgewählt, eine meiner Lieblingsautorinnen zu treffen. Ich konnte meine Begeisterung über das bevorstehende Treffen kaum bändigen.  Zugtickets und Hotel waren innerhalb von Minuten gebucht, doch dann verletzte sich Colleen und musste den Termin leider absagen. So groß die Freude auf ein Treffen war, die Enttäuschung über die Absage war ungleich größer. Daher konnte ich mich im Juli 2016 nicht gleich euphorisch begeistern, als von unserer Bloggerbetreuerin Stefanie die Meldung einlangte: CoHo-Fantreffen 2.0. Doch es sollte sich bewahrheiten und so kam es dazu, dass ich und einige meiner BloggerkollegInnen am 26. September 2016 im Verlagshaus des dtv in München tatsächlich auf Colleen Hoover treffen sollten. Ich möchte euch natürlich ein wenig daran teilhaben lassen und habe daher, soweit es mir, während ich mich im Fangirl-Modus befunden habe, möglich war, alles notiert und Fotos für euch geschossen.

Hier folgt nun für euch ein Bericht über meine Reise nach München und mein Treffen mit Colleen: Weiterlesen

Die relative Unberechenbarkeit des Glücks – Antonia Hayes

Die relative Unberechenbarkeit des Glücks

 

Verlag: blanvalet

Format: Gebundenen , 464 Seiten, ISBN: 978-3-7645-0575-2

Preis: € 20,60 (A), € 19,99 (D)

Bewertung:

4 von 5 Pfoten

 

Um ehrlich zu sein, herzzerreißende Geschichten sind eigentlich so gar nicht mein Ding, aber für dieses Buch machte ich eine Ausnahme und ließ meine Krimis und Thriller links liegen. Ich war richtiggehend gespannt, welche Geschichte mir Antonia Hayes, eine australische Autorin, erzählen würde.

Ethan ist ein zwölfjähriger Junge, dessen Gehirn als Baby aufgrund eines vermeintlichen Schüttel-Traumas geschädigt wurde. Schuld daran war sein Vater Mark, Weiterlesen