dtv Fantreffen Colleen Hoover – Bericht

 

Quelle: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

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Bereits 2015 habe ich an einem Gewinnspiel für Blogger der dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG teilgenommen und wurde tatsächlich ausgewählt, eine meiner Lieblingsautorinnen zu treffen. Ich konnte meine Begeisterung über das bevorstehende Treffen kaum bändigen.  Zugtickets und Hotel waren innerhalb von Minuten gebucht, doch dann verletzte sich Colleen und musste den Termin leider absagen. So groß die Freude auf ein Treffen war, die Enttäuschung über die Absage war ungleich größer. Daher konnte ich mich im Juli 2016 nicht gleich euphorisch begeistern, als von unserer Bloggerbetreuerin Stefanie die Meldung einlangte: CoHo-Fantreffen 2.0. Doch es sollte sich bewahrheiten und so kam es dazu, dass ich und einige meiner BloggerkollegInnen am 26. September 2016 im Verlagshaus des dtv in München tatsächlich auf Colleen Hoover treffen sollten. Ich möchte euch natürlich ein wenig daran teilhaben lassen und habe daher, soweit es mir, während ich mich im Fangirl-Modus befunden habe, möglich war, alles notiert und Fotos für euch geschossen.

Hier folgt nun für euch ein Bericht über meine Reise nach München und mein Treffen mit Colleen:

Da das Treffen mit Colleen ein wenig mit dem Oktoberfest kollidierte (wie können sie nur 😉 ) und es fast unmöglich war, in München ein Hotelzimmer zu bekommen, habe ich mir ein hübsches Hotel am Chiemsee gesucht und bin bereits am 25.9. angereist. Ich habe den wunderschönen, sonnigen Tag am Chiemsee verbracht und mich auf das Treffen am folgenden Tag vorbereitet – seelisch und körperlich. Denn wir sollten all unsere Bücher zum Signieren mitbringen und mein Koffer war nicht leicht kann ich euch sagen. Montagmorgen habe ich mich auf den Weg nach München gemacht. Meine Bücher (und die von ein paar Freundinnen) habe ich in meinen riesengroßen Rucksack gepackt und obwohl in München die Hölle los war (wieder dieses Oktoberfest), habe ich es geschafft, rechtzeitig beim Verlag einzutreffen. Dort wurden wir – neun BloggerkollegInnen und ich – von unserer Bloggerbetreuerin Stefanie in Empfang genommen und gemeinsam die letzte halbe Stunde sehnsüchtig auf Colleens Eintreffen gewartet. Und dann war es endlich soweit. Pünktlich um 14 Uhr ist sie dann erschienen und sie war einfach toll. Die quirlige Autorin hatte auch ihren Ehemann Heath mit dabei, der zum allerersten Mal überhaupt mit ihr nach Übersee mitgereist ist. Die beiden waren sehr herzlich, Heath ein wenig zurückhaltend und Colleen souverän im Umgang mit ihren Fans. Zuerst waren alle ein wenig zurückhaltend, im ersten Moment hat sich keiner getraut Colleen mit Fragen zu bombardieren, aber Colleen hatte alles im Griff und hat es verstanden die Stimmung mit ihrer lebensfrohen, lustigen Art aufzulockern, sodass es kein Halten mehr gab. Da hier 10 unterschiedliche BloggerInnen am Werk waren, waren die Fragen an Colleen natürlich unterschiedlicher Natur, vorenthalten will ich sie euch trotzdem nicht und daher findet ihr hier einen Auszug der Fragen und Colleens Antworten:

Auf die Frage, woher Colleen ihre Inspiration für ihre Figuren nimmt, meinte sie, dass sie sie komplett erfindet, ihre Figuren immer aus der Luft gegriffen sind. Oft denkt sie über eine Figur nach und schreibt dann zwischendurch das ein oder andere Buch, wie zB. im Fall von Ben (Anm.: Ben ist die Hauptfigur aus dem Roman November 9, der im Frühjahr 2017 unter dem deutschen Titel Nächstes Jahr am selben Tag erscheinen wird) hatte sie zwar schon konkrete Vorstellungen, hat dann jedoch dazwischen erst mal ihre beiden Romane Ugly Love (Anm.: deutscher Titel Zurück ins Leben geliebt, erschienen am 22.7.2016) und Maybe Someday geschrieben und veröffentlicht.

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Eine „Planerin“ sei sie nicht, hat uns Colleen verraten, wenn es darum geht, dass sie ein Buch schreibt. Sie sei sehr unorganisiert und ihre Geschichten und Charaktere entstehen aus dem Bauch heraus, entstehen abhängig von ihrer Tagesverfassung. Meistens hat sie anfangs eine Idee zu einem Plot und der Rest ergibt sich wie von selbst. Ihre Geschichten ändern sich zwischendurch aber ständig und so hat sie zB schon die nächste im Kopf, ist sich aber ganz sicher, wenn sie uns jetzt erzählt, worum es in der Geschichte geht, dass das fertige Produkt mit dem heutigen Stand nichts mehr zu tun hat. Natürlich hat sie uns verraten, worum es in ihrem neuen Projekt gehen wird, hat uns aber leider zu Verschwiegenheit verpflichtet. Ich bin allerdings sehr gespannt, ob sich das Endergebnis tatsächlich nicht mit ihren momentanen Ausführungen deckt.

Wir wollten von Colleen wissen, ob es für sie leichter ist eine lustige oder eine dramatische Geschichte zu schreiben und ob sie beim Schreiben ihrer Geschichten schon mal geweint hat, da sie ihre LeserInnen sehr oft damit zu Tränen rührt. Ihre Antwort darauf war überraschend. Sie sieht sich selbst als sehr lustigen, unkomplizierten Menschen, lacht gerne und viel und weint so gut wie nie. Und schon gar nicht, beim Schreiben ihrer eigenen Bücher. Sie erklärt das damit, dass sie die Bücher nicht am Stück schreibt, sondern immer kleinweise und die Handlung somit für sie unterbrochen ist und sich Tränen nicht einstellen. Aber generell ist sie nicht sehr emotional, weint auch bei Filmen im Kino oder TV nicht. Ein einziges Mal musste sie sich jedoch geschlagen geben: bei einer Szene von Ugly Love konnte sie die Tränen nicht aufhalten. Generell mag sie aber lustige Geschichten lieber als traurige, dramatische.

Ob sie schon jemals über einen Genrewechsel nachgedacht hat, wollte ein Kollege von mir wissen. Doch Colleen hat darüber noch nie nachgedacht, sie könnte sich zum Beispiel nicht vorstellen etwas horrorlastiges zu machen, hat selbst auch noch nie etwas aus diesem Genre gelesen, das ihr gefallen hätte. Außerdem glaubt sie, dass es für die Fans schwer wäre, sich auf ein komplett anderes Genre einzustellen und sie schreibt ja auch für ihre Fans. Die würden wahrscheinlich alles von ihr kaufen, aber es soll ihnen auch tatsächlich gefallen. Als sie Hopeless (Anm.: deutscher Titel Hope Forever, erschienen am 1.10.2014) veröffentlicht hat und die Menschen nach mehr verlangt haben, konnte sie gar nicht glauben, dass überhaupt jemand ihre Bücher liest und warum sollte man etwas, das funktioniert, ändern? Wir brauchen uns also keine Sorgen machen, Colleen wird uns weiterhin wie bisher mit ihren tollen Geschichten beglücken.

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Die Geschichte zur Entstehung von Maybe Someday (Anm.: erschienen am 18.3.2016) fand ich sehr interessant: Collen hat in einem Kaffeehaus gehört, wie sich zwei Mädchen darüber unterhalten haben, dass sie nie ein Buch lesen könnten, dass einen Protagonisten beinhaltet, der taub wäre. Die Begründung des einen Mädchens war, es wäre total unsexy, wenn ein Book-Boyfriend ein Handicap hätte. Und schon war für Colleen die Idee zu Ridge geboren, der von all ihren Charakteren auch noch ihr Liebling ist. Auch die Zusammenarbeit mit Griffin Peterson, einem international bekannten Singer-Songwriter, für dieses Buch hat ihr sehr viel Spaß gemacht. Sie hat ihm bei einigen Lyrics zu den Songs geholfen und ihre Lieblingslieder sind „Maybe Someday“ und „Trouble“ (Anm.: Die Playlist zum Roman findet ihr online!).

Ihr Lieblingsbuch aus ihrer eigenen Feder ist allerdings laut eigenen Angaben Slammed (Anm.: deutscher Titel Weil ich Layken liebe, erschienen am 1.11.2013). Selbst war sie niemals auf einem „Poetry Slam“, wie sie in diesem Roman vorkommen, doch sie hat es einfach ausprobiert und offensichtlich hat es funktioniert. Viele ihrer LeserInnen fragen sie, wie sie dazu gekommen ist, Poesie zu schreiben. Ihre Antwort darauf ist aber immer die gleiche: Sie schreibt keine Poesie, sie schreibt Bücher. So etwas wie Slammed würde sie gerne nochmal schreiben, weil ihr diese Arbeit wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.

Und was können wir in Zukunft von Colleen erwarten? Wie schon vorhin erwähnt, spukt bereits eine Idee in ihrem Kopf herum, die sie sicher in der nächsten Zeit umsetzen wird. Ich bin schon sehr gespannt. Ende des Jahres soll Never Never, dass gemeinsame Projekt mit der Autorin Tarryn Fisher, auf den deutschsprachigen Markt kommen. Die Zusammenarbeit mit Tarryn, mit der sie, auch auf Distanz, gut befreundet ist, war sehr anstrengend, sie würde es aber jederzeit wieder tun. Ich habe Never Never bereits im englischen Original gelesen und auch diese Story ist absolut empfehlenswert.

Natürlich hat Colleen noch viele, viele andere Fragen beantwortet, ich denke aber, ich habe die interessantesten und wichtigsten hiermit für euch zusammengefasst. Im Anschluss hat Colleen all unsere Bücher signiert – und ich kann euch sagen, es waren nicht wenige. Sie war begeistert, dass wir alle die Mühen auf uns genommen haben und mit schwerem Gepäck aus allen Richtungen angereist sind. Das Treffen war wirklich einmalig, Colleen war super nett, warmherzig, motiviert uns alle Fragen zu beantworten und all unsere Signierwünsche zu erfüllen. Ich habe mindestens fünf Umarmungen bekommen (ich gebe zu, ich hab darum gebettelt), für mich hätte das Treffen auch gerne den ganzen Tag dauern können, doch Colleen hatte noch andere Verpflichtungen wahrzunehmen.

 

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Für uns BloggerInnen war der Tag damit aber noch nicht beendet, wir hatten noch die tolle Gelegenheit einmal hinter die Kulissen eines Verlages zu schauen und wurden von Stefanie durchs Haus geführt. Wir haben unsere neugierigen Nasen in die Bloggerbetreuung, das Marketing, den Vertrieb und das Lektorat gesteckt und wirklich interessante Dinge über die Arbeit in einem Verlag erfahren. Ich hätte meinen Job sofort mit der ein oder anderen netten Dame (ja, wir haben auf unserer Tour nur Damen angetroffen) getauscht ;-). Alle waren sehr herzlich und haben uns total freundlich willkommen geheißen und auch hier all unsere Fragen beantwortet. Ein ganz großes Lob und Dankeschön nochmal an dieser Stelle vor allem an Stefanie, die dieses einmalige Erlebnis für uns auf die Beine gestellt hat. Stefanie, du rockst.

Was gibt es abschließend noch zu sagen? Colleen Hoover ist eine Bestsellerautorin aus Texas, die nicht nur in ihrer Heimat, sondern auch im deutschsprachigen Raum eine ziemlich große Fangemeinde aufweisen kann. Mit ihren berührenden, dramatischen Romanen fesselt sie nicht nur die jüngere Leserschaft, nein, ihre Themen sprechen auch ein älteres Publikum an, was man sehr gut an den unterschiedlichsten Followern auf ihren diversen Onlineportalen sehen kann. Vertreten ist Colleen auf allen: ob Facebook, Twitter, Tumblr, Instagram, Pinterest, Wattpad oder auf ihrem Blog – Colleen lässt ihre Fans Tag ein, Tag aus an ihrem Leben und ihrem Erfolg teilhaben. Eines jedoch haben all ihre Leser und Leserinnen gemeinsam: sie lieben Colleen und ihre Geschichten.

Vielleicht habe ich irgendwann noch einmal die Gelegenheit auf Colleen zu treffen, aber auch wenn nicht, dieses Erlebnis werde ich für den Rest meines Lebens nicht vergessen. Und auch für euch haben wir ein kleines Mitbringsel, wir verlosen über unsere Facebookseite fünf Autogrammkarten signiert von Colleen Hoover.

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Gewinnfrage:

Wer ist Colleens persönlicher Lieblings Book-Boyfriend?

 

Lieben Gruß, Alexandra

 

Das Gewinnspiel läuft ab Veröffentlichung dieses Beitrages bis Samstag 8.10.2016. Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, liked bitte unseren Beitrag auf Facebook und sendet uns die Antwort zur Gewinnfrage mittels PN an CanisLibrum-Buchblog vom Lesedog (bitte nicht in dem FB-Kommentar antworten). Der GewinnerInnen werden am 8.10. gegen 21 Uhr auf unserer Facebook-Seite bekanntgegeben. Besonders freuen würden wir uns wenn wir euch als neue Abonnenten unseres Blogs begrüßen dürfen. Dies ist aber natürlich keine Pflicht.

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